schriftzug ursula poznanski

 

 

 

 

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ursula poznanskiHochoffiziell (und kurz)

Geboren am 30. Oktober 1968 in Wien. Nach Beendigung des Gymnasiums Studium der: Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften (in ungefähr dieser Reihenfolge, ohne Gewähr und ohne Abschluss).
Seit 1996 Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlichte Buchautorin.

Halboffiziell (und etwas länger):

Wenn jemand mich fragt, seit wann ich schreibe, antworte ich meistens „immer schon“, was zwar nicht stimmt, sich aber trotzdem richtig anfühlt. Konkret müsste ich sagen: Ich denke mir schon sehr lange Geschichten aus, nur hatte ich früher nicht immer Lust, sie zu Papier zu bringen.
Außerdem war ich der Meinung, mir fehle die Ausdauer. Kurzgeschichten, okay, die waren machbar. Gedichte? Auch. Aber ich wollte keine von denen sein, die zwanzig angefangene Romanmanuskripte in der Schublade liegen haben und nie eines fertig bekommen. Also schrieb ich kurz, kürzer, am kürzesten und fand mich sehr vernünftig dabei.

Im Jahr 2000 startete der ORF einen Drehbuchwettbewerb. Ich hatte sechs Monate zuvor ein Baby bekommen, war zu Hause und hungerte nach Herausforderungen abseits des Wickeltisches. Ein Drehbuch schreiben klang spannend und die Vorstellung, berühmte Schauspieler würden demnächst meinen Text sprechen, war unwiderstehlich (das Preisgeld auch, nur am Rande bemerkt). Also kaufte ich mir ein paar Standardwerke nach dem Motto „Drehbuchschreiben leicht gemacht/Dialoge für Dummies/Dramaturgie in drei Tagen", setzte mich hin und schrieb. Zwei Monate später hatte ich über hundert Seiten fertig und das Gefühl, ein geniales Stück Fernsehfilmgeschichte geschaffen zu haben. Vor allem aber hatte ich ENDE unter einen Text geschrieben, der mehr als sieben Seiten aufzuweisen hatte. Es ging also. Ich staunte.
Noch mehr staunte ich, dass ich nicht unter den Siegern des Wettbewerbs war, aber eigentlich war es egal, ich hatte Feuer gefangen. Ich sammelte Romanideen, las mich kubikmeterweise durch Schreibratgeber und probierte alles Mögliche aus.

Die erste Veröffentlichung klappte mit einem wieder vergleichsweise kurzen Text: 2001 schickte ich das Manuskript zu „Buchstabendschungel“ an fünf Verlage, einer davon war der Dachs-Verlag. Ich hatte ganz sicher mehr Glück als Verstand, denn mein Werk ging nicht im Stapel der unverlangt eingesendeten Manuskripte unter, sondern wurde herausgefischt und für verlegenswert befunden. Es dauerte zwar noch fast zwei Jahre, bis das Buch im Sommerprogramm 2003 erschien, aber damit konnte ich leben. Ich schrieb einfach weiter.
Nach einigen Erstlesebüchern, Kinderkrimis, einem Abstecher zum Teenager-Liebesroman und einem bislang in der Schublade wartenden Fantasyschmöker ist nun mein erster Thriller erschienen: Erebos. Wer ihn sich ansieht wird bemerken, dass mein Problem mit der Ausdauer sich nicht nur gelegt, sondern ins Gegenteil verkehrt hat. 488 Seiten. Dabei hatte ich nur 350 geplant.
Sieht aus, als wären die Zeiten von kurz, kürzer, am kürzesten vorbei.

Inoffiziell (zu lang, geschwätzig und bebildert): Coming soon

 

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